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Magengeschwür beim Pferd: Ursachen, Symptome und Prävention

Magengeschwüre kommen bei Pferden häufiger vor, als viele Besitzer vermuten. Je nach Rasse, Haltung und Nutzung sind Freizeit-, Turnier- und Rennpferde unterschiedlich stark betroffen.

Die Beschwerden können sehr vielfältig sein und bleiben teilweise lange unauffällig. Bei einem entsprechenden Verdacht sollte deshalb unverzüglich eine Tierärztin oder ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Was ist ein Magengeschwür beim Pferd?

Ein Magengeschwür ist eine Wunde in der Magenschleimhaut.

Die Schleimhaut des Pferdemagens besteht aus einem drüsenlosen und einem drüsenhaltigen Bereich. In beiden Abschnitten können Wunden entstehen.

Magengeschwüre können Pferde jeden Alters betreffen. Überdurchschnittlich häufig treten sie bei Sportpferden auf.

Zur Einordnung des Schweregrades werden Magengeschwüre von Grad 0 als geringster Stufe bis Grad 4 mit sehr starken Auswirkungen eingeteilt.

Warum sind Pferde häufig von Magengeschwüren betroffen?

Der Pferdemagen produziert unabhängig von seinem Füllungszustand den gesamten Tag über Magensäure.

Diese wird für die Verdauung benötigt. Bleibt der Magen jedoch aufgrund einer längeren Fresspause leer, ist die Magensäure stärker konzentriert und kann die Schleimhaut angreifen.

Solche Reizungen können die Entstehung von Magengeschwüren begünstigen.

Welche Symptome können auf ein Magengeschwür hindeuten?

Die Anzeichen eines Magengeschwürs sind nicht immer eindeutig.

Folgende Symptome können auf Magenprobleme oder Magengeschwüre hinweisen:

  • wiederkehrende Koliken,
  • Inappetenz,
  • Apathie,
  • Leistungsschwäche,
  • Gewichtsabnahme,
  • Zahnprobleme,
  • möglicher Maulgeruch,
  • Zähneknirschen,
  • Aufstoßen,
  • Rittigkeitsprobleme.

Treten einzelne oder mehrere dieser Auffälligkeiten auf, sollte das Pferd tierärztlich untersucht werden.

Welche Rolle spielt Stress?

Stress kann die Entstehung von Magengeschwüren begünstigen.

Wie stark ein Pferd auf bestimmte Situationen reagiert, ist individuell verschieden. Bereits kleinere Veränderungen können bei empfindlichen Pferden Stress auslösen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • eine neue Box,
  • ein neues Mitglied in der Herde,
  • wechselnde Reiter.

Durch Stress steigt der Cortisolspiegel im Blut. Das Cortisol schwächt die Abwehr der Magenschleimhaut und macht sie anfälliger für die Magensäure.

Dadurch können Reizungen und Wunden entstehen.

Wie beeinflusst die Fütterung den Pferdemagen?

Auch die Fütterung kann eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Magengeschwüren spielen.

Der Pferdemagen ist an Raufutter als wesentliche Nahrungsquelle angepasst. Dieses sollte deshalb den größten Anteil der täglichen Fütterung ausmachen.

Sowohl zu große Futtermengen als auch zu lange Fresspausen können den Magen belasten.

Pferde sollten aufgrund der fortlaufenden Produktion von Magensäure nicht länger als vier Stunden ohne Futter bleiben. Andernfalls kann die Magensäure die Schleimhäute stärker angreifen.

Welche Bedeutung hat die Haltung?

Auch die Haltungsbedingungen können Stress verursachen.

Mögliche Belastungsfaktoren sind:

  • Einzelhaltung,
  • fehlender Sozialkontakt,
  • zu kleine Boxen,
  • zu wenig freie Bewegung,
  • Unruhe innerhalb der Herde,
  • Auseinandersetzungen oder Rangkämpfe.

Nicht jede Haltungsform ist für jedes Pferd gleichermaßen geeignet.

Sowohl eine reine Boxenhaltung als auch eine Herdenhaltung können für einzelne Pferde belastend sein. Entscheidend ist, die Bedingungen so gut wie möglich an die Bedürfnisse des jeweiligen Pferdes anzupassen.

Kann Training Magengeschwüre begünstigen?

Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre treten besonders häufig bei Turnier- und Rennpferden auf.

Das Training kann für das Pferd eine körperliche und psychische Belastung darstellen.

Durch Anstrengung und ein länger anhaltendes hohes Tempo kann sich die Magensäure stärker im Magen bewegen. Dadurch können weitere Bereiche der Magenschleimhaut gereizt werden.

Welche Medikamente können den Magen belasten?

Bestimmte Medikamente können an der Entstehung von Magengeschwüren beteiligt sein.

Dies gilt insbesondere für Schmerzmittel, vor allem bei längerer Anwendung.

Da Schmerzmittel die Magenschleimhaut zusätzlich reizen können, sollten sie nicht ohne Rücksprache mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt verabreicht werden.

Bei länger andauernden Behandlungen sollte auch ein möglicher Magenschutz berücksichtigt werden.

Besonders Phenylbutazon kann bei unsachgemäßer Anwendung oder bei empfindlichen Pferden zu Magenproblemen beitragen.

Wie werden Magengeschwüre beim Pferd diagnostiziert?

Magengeschwüre werden teilweise zunächst als Verdachtsdiagnose behandelt.

Nach einer ausführlichen Anamnese kann dem Pferd ein Medikament gegen Magengeschwüre verabreicht werden. Anschließend wird beobachtet, ob sich die Beschwerden bessern.

Tritt eine Verbesserung ein, kann dies auf Magengeschwüre hindeuten.

Eine gesicherte Diagnose ist jedoch nur mithilfe einer Gastroskopie möglich.

Dabei wird ein Schlauch mit einer kleinen Kamera durch die Nase und den Rachen bis in den Magen vorgeschoben. So kann die Magenschleimhaut direkt beurteilt werden.

Wie werden Magengeschwüre behandelt?

Magengeschwüre sollten aufgrund der Schmerzen und der Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens behandelt werden.

Zur Therapie kann ein Protonenpumpenhemmer eingesetzt werden. Dieser reduziert die Ausschüttung von Magensäure und ermöglicht es der Entzündung beziehungsweise den Geschwüren, abzuheilen.

Die Behandlung kann längere Zeit in Anspruch nehmen. Nach einer guten Diagnostik und mit einer passenden Auswahl der Medikamente ist sie jedoch häufig erfolgreich.

Zusätzlich ist es wichtig, die auslösende Ursache zu erkennen und nach Möglichkeit zu beseitigen. Andernfalls können die Beschwerden erneut auftreten.

Wie lassen sich Magengeschwüre vorbeugen?

Zur Vorbeugung können verschiedene Maßnahmen beitragen:

  • Fütterungspausen von mehr als vier Stunden vermeiden,
  • Raufutter regelmäßig anbieten,
  • Kraftfutter auf mehrere Portionen am Tag verteilen,
  • möglichst zuerst Raufutter und anschließend Kraftfutter füttern,
  • Stress reduzieren,
  • Medikamentengaben überprüfen und gegebenenfalls anpassen,
  • das Training an das Pferd anpassen,
  • Sattel und weiteres Equipment auf ihre Passform kontrollieren,
  • den Zahnstatus mindestens einmal jährlich überprüfen.

Ein gestörtes Kauverhalten kann den Speichelfluss beeinflussen. Der Speichel ist wichtig, um die Magensäure zu neutralisieren.

Magenprobleme beim Pferd ernst nehmen

Wiederkehrende Koliken, Gewichtsverlust, Leistungsschwäche, Appetitprobleme oder Rittigkeitsveränderungen sollten aufmerksam beobachtet und tierärztlich abgeklärt werden.

Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gastroskopie möglich.

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Verletzungen beim Pferd: Erste Hilfe und Behandlung

Viele Pferdehalter kennen diese Situation: Das Pferd verbringt einen schönen Tag auf der Weide und kommt plötzlich lahm oder mit einer sichtbaren Verletzung zurück in den Stall.

Pferde können sich im Stall, auf der Weide, im Umgang mit Artgenossen oder während des Trainings verletzen. Besonders häufig sind die empfindlichen Gliedmaßen betroffen.

In einer solchen Situation hilft ein klarer Ablauf, um die Verletzung richtig einzuschätzen und angemessen zu handeln.

Kleine Verletzung – große Auswirkung?

Die Größe einer Wunde sagt nicht immer etwas über ihre tatsächliche Schwere aus.

Eine kleine, tiefe Verletzung in der Nähe eines Gelenks kann deutlich schwerwiegender sein als eine große, oberflächliche Hautwunde.

Verletzungen im Bereich von Gelenken sollten deshalb besonders ernst genommen werden. Hier besteht die Gefahr schwerer Infektionen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich verlaufen können.

Wie können Verletzungen beim Pferd entstehen?

Verletzungen können unterschiedliche Ursachen haben.

Dazu gehören:

  • Gegenstände oder andere Gefahrenquellen im Stall oder auf der Weide,
  • Trittverletzungen durch andere Pferde,
  • Bissverletzungen,
  • Unfälle bei freier Bewegung,
  • Verletzungen während des Trainings.

Am häufigsten sind die Gliedmaßen des Pferdes betroffen.

Wie beurteilen Sie eine Verletzung?

Bevor weitere Maßnahmen erfolgen, sollten Sie die Verletzung möglichst ruhig und sorgfältig betrachten.

Folgende Fragen helfen bei der ersten Einschätzung:

  • Wo befindet sich die Verletzung?
  • Wie tief ist die Wunde?
  • Ist Knochen sichtbar?
  • Befinden sich ein Gelenk, eine Sehnenscheide oder ein Schleimbeutel in der Nähe?
  • Liegt eine Blutung vor?
  • Wie stark ist die Blutung?
  • Wann wurde die Verletzung bemerkt?
  • Wie alt könnte die Wunde sein?

Die Antworten auf diese Fragen können auch für das erste telefonische Gespräch mit der Tierärztin oder dem Tierarzt wichtig sein.

Wie leisten Sie Erste Hilfe?

Das Wichtigste ist zunächst: Bewahren Sie Ruhe.

Nur mit einem klaren Kopf können Sie die Situation richtig einschätzen und Ihrem Pferd helfen.

Was ist bei einer starken Blutung zu tun?

Bei einer starken Blutung sollte unverzüglich eine Tierärztin oder ein Tierarzt verständigt werden.

Bereits am Telefon kann besprochen werden, welche Maßnahmen bis zum Eintreffen sinnvoll sind. Dazu kann beispielsweise das Anlegen eines Druckverbandes gehören.

Die Blutung sollte abhängig vom Ausmaß der Verletzung zuerst versorgt werden.

Was gilt bei Verletzungen in Gelenknähe?

Besteht Unsicherheit darüber, ob ein Gelenk, eine Sehnenscheide oder ein Schleimbeutel betroffen sein könnte, sollte immer tierärztlicher Rat eingeholt werden.

Dabei spielt die sichtbare Größe der Wunde keine entscheidende Rolle.

Ist eine dieser Strukturen betroffen, müssen die Wunde und der betroffene Bereich gespült werden, um Bakterien zu entfernen.

Wie sollte eine Wunde zunächst versorgt werden?

Bei jeder Verletzung ist es wichtig, eine Wundinfektion möglichst zu verhindern.

Die Wunde sollte deshalb gereinigt und abgedeckt werden.

Verwenden Sie vor der tierärztlichen Untersuchung keine Salben oder Sprays direkt auf der Wunde. Diese können den späteren Eindruck verändern und die weitere Behandlung erschweren.

Warum sollten Schmerzmittel nicht eigenständig gegeben werden?

Auch Schmerzmittel sollten bei einer Verletzung nicht ohne tierärztliche Rücksprache verabreicht werden.

Hat das Pferd vor der Medikamentengabe eine Lahmheit gezeigt, kann diese durch die schmerzlindernde Wirkung vorübergehend nicht mehr sichtbar sein.

Dadurch kann eine spätere Lahmheitsuntersuchung erschwert oder nicht mehr sinnvoll durchgeführt werden.

Was gehört in eine Stallapotheke?

Für die erste Versorgung einer Verletzung sollte eine gut ausgestattete Stallapotheke vorhanden sein.

Dazu gehören:

  • Tupfer,
  • Watterollen,
  • selbstklebende Bandagen.

Diese Materialien können für einen ersten Verband, einen Druckverband oder zum Abdecken der Wunde verwendet werden.

Wundverbände sollten niemals zu fest angelegt werden, da sonst die Durchblutung beeinträchtigt werden kann.

Eine ausreichende Polsterung ist ebenfalls wichtig.

Warum sollte jede Verletzung tierärztlich abgeklärt werden?

Die Haut bildet im unverletzten Zustand eine wichtige Schutzbarriere gegen Krankheitserreger.

Wird diese Barriere durchtrennt, können Bakterien in den Körper eindringen. Bereits eine kleine Eintrittsstelle kann zu einer Infektion mit weitreichenden Folgen führen.

Pferde reagieren bei Verletzungen besonders empfindlich auf Keime. Deshalb sollte jede Verletzung tiermedizinisch untersucht werden.

So kann außerdem beurteilt werden, welche medikamentöse Versorgung erforderlich ist.

In manchen Fällen kann der Einsatz von Antibiotika sinnvoll sein, um einer Infektion vorzubeugen oder eine bereits bestehende Infektion zu behandeln.

Wann kann eine Wunde genäht werden?

Ist eine Wunde frisch, kann sie bei Bedarf chirurgisch versorgt und genäht werden.

Ein Wundverschluss kann den Heilungsprozess unterstützen und beschleunigen.

Ist die Verletzung bereits älter und ein Nähen nicht mehr möglich, muss sich die Wunde meist von innen heraus verschließen.

Dieser Vorgang wird als sekundäre Wundheilung bezeichnet.

Wann ist eine Versorgung im OP notwendig?

In einigen Fällen ist eine umfangreichere Behandlung auf dem Operationstisch erforderlich.

Dies kann insbesondere bei Verletzungen in der Nähe von Gelenken notwendig sein, um eine Gelenkinfektion zu verhindern.

Wie lange dauert die Wundheilung beim Pferd?

Die Heilung einer Wunde benötigt Zeit.

Wird das Pferd zu früh wieder frei bewegt oder trainiert, können Wundheilungsstörungen entstehen.

Auch eine sogenannte Wunddehiszenz ist möglich. Dabei weichen die Wundränder erneut auseinander und der Heilungsprozess beginnt von vorn.

Nach einem chirurgischen Wundverschluss sollte deshalb die angeordnete Boxenruhe eingehalten werden.

Freie Bewegung oder Training sollten erst nach tierärztlicher Rücksprache wieder aufgenommen werden.

Verletzungen frühzeitig untersuchen lassen

Auch kleine Wunden können schwerwiegende Auswirkungen haben.

Achten Sie auf die Lage, Tiefe und mögliche Nähe zu Gelenken, Sehnenscheiden oder Schleimbeuteln. Bei starken Blutungen, Unsicherheit oder Verletzungen in diesen Bereichen sollte unverzüglich tierärztliche Hilfe angefordert werden.

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Chips beim Pferd: OCD erkennen und minimalinvasiv behandeln

Chips beim Pferd: minimalinvasive Operation bei OCD

Als „Chips“ werden kleine Knorpelschuppen oder winzige Knochensplitter bezeichnet, die sich aus einem Gelenk des Pferdes gelöst haben.

Diese Fragmente können im Gelenk an ihrer ursprünglichen Position verbleiben oder sich mit der Zeit bewegen. Bereits in einem frühen Stadium können sie den Gelenkknorpel dauerhaft schädigen.

Die Erkrankung wird auch als OCD bezeichnet. Die Abkürzung steht für Osteochondrosis dissecans.

Was sind Chips beim Pferd?

Chips sind kleine, abgelöste Knorpel- oder Knochenfragmente im Bereich eines Gelenks.

Sie können zunächst unauffällig bleiben. Beginnen sie jedoch, sich im Gelenk zu bewegen, können sie dort wie ein Stein im Schuh wirken.

Durch die Reibung im Gelenk kann es zu Schäden am Gelenkknorpel kommen. In der Folge können Entzündungen, Schmerzen und Lahmheiten entstehen.

Wie entstehen Chips beim Pferd?

In den meisten Fällen entstehen Chips nicht durch eine Verletzung.

Die Problematik betrifft vor allem junge Pferde und kann genetisch bedingt beziehungsweise vererbbar sein.

Ursache ist eine Störung des Knorpelstoffwechsels. Dabei kommt es zu fehlerhaften Verknöcherungen kleiner, abgelöster Knorpelfragmente im Gelenk oder in der Nähe des Gelenks.

Auch wenn diese Veränderungen zunächst keine Beschwerden verursachen, können sie sich im Laufe der Zeit bewegen und den Gelenkknorpel schädigen.

Welche Symptome können auf Chips hindeuten?

Chips im Gelenk können unterschiedliche Beschwerden verursachen.

Mögliche Symptome sind:

  • ein geschwollenes oder vermehrt gefülltes Gelenk,
  • eine erhöhte Wärme am betroffenen Gelenk,
  • wiederkehrende Lahmheit,
  • anhaltende Lahmheit.

Die vermehrte Wärme kann auf eine Entzündung im Gelenk hinweisen.

Wie problematisch sind Chips beim Pferd?

Ein Chip kann fest mit dem umliegenden Gewebe verbunden sein. Dazu gehören unter anderem Knochen oder Gelenkkapsel.

In diesem Fall verursacht das Fragment zunächst möglicherweise keine Beschwerden.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich der Chip später löst oder seine Position verändert. Dadurch können Störungen im Gelenk entstehen.

Je nach Lage kann es deshalb sinnvoll sein, einen Chip entfernen zu lassen, auch wenn er noch keine deutlichen Probleme verursacht. Zeigen sich stärkere Symptome, kann das umliegende Gewebe bereits geschädigt sein.

Wie werden Chips beim Pferd diagnostiziert?

Besteht der Verdacht auf einen Chip im Gelenk, können bildgebende Verfahren zur Untersuchung eingesetzt werden.

Dazu werden Röntgenaufnahmen des betroffenen Bereichs angefertigt.

Anhand der Bilder lassen sich:

  • die Lage des Chips,
  • die Größe des Chips,
  • das mögliche Risiko für den Bewegungsapparat

beurteilen.

Wie werden Chips beim Pferd behandelt?

Zur Entfernung eines Chips ist eine minimalinvasive Operation notwendig.

Dabei wird eine Gelenkspiegelung, eine sogenannte Arthroskopie, durchgeführt.

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose.

Über kleine Hautschnitte werden eine Kamera und weitere Instrumente in das Gelenk eingeführt. Anschließend wird die genaue Lage des Chips überprüft und das Fragment entfernt.

Was passiert während der Arthroskopie?

Während des Eingriffs kann das Gelenk zusätzlich gespült werden.

Außerdem können Medikamente in das Gelenk eingebracht werden, um eine bestehende Entzündung zu behandeln.

Nach der Entfernung des Chips wird mithilfe einer Röntgenaufnahme kontrolliert, ob das Fragment vollständig entfernt wurde.

Anschließend wird die Operationswunde vernäht und das behandelte Bein mit einem Verband geschützt.

Was ist nach der Operation zu beachten?

Nach dem Eingriff sollte das Pferd zunächst für einige Tage strikte Boxenruhe einhalten.

Anschließend wird ein individuell angepasstes Bewegungsprogramm für die Rehabilitation erstellt.

Dieses berücksichtigt den jeweiligen Befund und den Verlauf nach der Operation.

Chips frühzeitig erkennen und behandeln

Chips können zunächst unauffällig bleiben, langfristig jedoch Schäden am Gelenk verursachen.

Eine frühzeitige Diagnose und die rechtzeitige Entfernung können dazu beitragen, weitere Schäden am Gelenkknorpel zu vermeiden.

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Arthrose beim Pferd: Symptome, Diagnose und Behandlung

Arthrose ist eine nicht heilbare Gelenkerkrankung. Dabei kommt es zu einer fortschreitenden Veränderung und Auflösung des Gelenkknorpels.

Dieser Knorpel erfüllt im gesunden Gelenk wichtige Aufgaben. Er wirkt als Stoßdämpfer zwischen den beteiligten Knochen und verhindert, dass diese ungeschützt aufeinander gleiten.

Mit zunehmendem Knorpelabbau geht dieser Schutz verloren. Die Knochen reiben stärker aufeinander und das umliegende Gewebe kann sich entzünden. Im weiteren Verlauf können Knochenwucherungen und Zubildungen entstehen. Auch die Gelenkbänder können vom Entzündungsprozess betroffen sein. Zudem verändert sich die Gelenkflüssigkeit, die im gesunden Gelenk wie ein Schmiermittel wirkt.

Für das betroffene Pferd sind diese Veränderungen schmerzhaft. Sie können sich unter anderem durch Lahmheit und zunehmende Bewegungsunlust bemerkbar machen.

Woran erkennen Sie Arthrose beim Pferd?

Arthrose entwickelt sich schleichend. Gerade im Anfangsstadium sind die Symptome deshalb häufig nur schwer zu erkennen.

Umso wichtiger ist es, mögliche Anzeichen ernst zu nehmen. Eine frühzeitige Untersuchung kann helfen, ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu verlangsamen oder aufzuhalten.

Folgende Symptome können auf Arthrose hindeuten:

  • Gelenkschwellungen mit Wärmebildung,
  • versteifte Gelenke,
  • anhaltende Lahmheit,
  • bessere Beweglichkeit nach einer Phase des Einlaufens.

Was bedeutet „Einlaufen“ bei Arthrose?

Viele betroffene Pferde wirken zu Beginn des Trainings steif oder bewegungsunwillig. Einige Pferde zeigen zunächst auch eine Lahmheit.

Im Laufe der Bewegungseinheit können diese Beschwerden abnehmen oder teilweise vollständig verschwinden. Dies geschieht, sobald sich die Gelenkflüssigkeit erwärmt und dadurch für mehr Geschmeidigkeit im Gelenk sorgt.

Dieses sogenannte Einlaufen gilt als eines der typischsten Anzeichen einer Arthrose.

Wie wird Arthrose beim Pferd diagnostiziert?

Besteht der Verdacht auf Arthrose, sollte das Pferd zeitnah tierärztlich untersucht werden.

Zu Beginn erfolgt eine ausführliche Anamnese. Anschließend wird eine Lahmheitsuntersuchung durchgeführt.

Dazu gehören unter anderem:

  • das Vortraben auf unterschiedlichen Untergründen,
  • die Beugeprobe,
  • die Beurteilung des Bewegungsablaufs.

Im nächsten Schritt kann eine diagnostische Anästhesie erfolgen.

Dabei werden nacheinander einzelne Bereiche des Beines betäubt. Anschließend wird das Pferd erneut in der Bewegung beurteilt.

Zeigt das Pferd nach der Betäubung keine Lahmheit mehr, kann der schmerzhafte Bereich genauer eingegrenzt werden.

Von der betroffenen Stelle können anschließend gezielte Röntgenaufnahmen angefertigt werden. Diese helfen dabei, das Stadium der Erkrankung einzuschätzen und eine passende Therapie auszuwählen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Arthrose?

Da sich der Gelenkknorpel nicht regenerieren kann, ist eine Heilung der Arthrose nicht möglich.

Mit geeigneten Maßnahmen kann das Fortschreiten der Erkrankung jedoch verlangsamt und im besten Fall aufgehalten werden.

Im Mittelpunkt der Behandlung steht zunächst die Linderung der Schmerzen.

Dafür können Schmerzmittel eingesetzt werden. Häufig werden diese mit entzündungshemmenden Medikamenten kombiniert, um eine akute Entzündung des Gelenks zu behandeln.

Darüber hinaus stehen weitere Präparate zur Verfügung, die einem weiteren Knorpelabbau entgegenwirken sollen.

Auch eine operative Behandlung kann infrage kommen. Dabei können abgelöste Gelenkteilchen entfernt und Unebenheiten beseitigt werden.

Kann ein Pferd mit Arthrose noch geritten werden?

Die Diagnose Arthrose bedeutet nicht automatisch, dass ein Pferd nicht mehr geritten werden kann.

Entscheidend ist jedoch, dass das Pferd nur in den Gangarten bewegt wird, in denen es schmerzfrei ist und keine Anzeichen einer Lahmheit zeigt.

Reiter sollten besonders aufmerksam und rücksichtsvoll vorgehen.

Warum ist Bewegung bei Arthrose wichtig?

Vollständige Bewegungslosigkeit ist bei Arthrose nicht die richtige Lösung.

Regelmäßige und dosierte Bewegung kann dazu beitragen, die betroffenen Gelenke möglichst geschmeidig zu halten.

Besonders wichtig sind:

  • lange Schrittphasen zum Aufwärmen,
  • regelmäßige Bewegung,
  • ein angepasster Trainingsumfang,
  • Bewegung ausschließlich ohne Schmerzen und Lahmheit.

Bewegung kann bei Arthrose ein wichtiges therapeutisches Mittel sein. Sie hilft dabei, ein zunehmendes Versteifen der Gelenke zu vermeiden.

Welcher Trainingsumfang ist geeignet?

Wie stark ein Pferd mit Arthrose belastet werden kann, muss individuell beurteilt werden.

Nach einer ausführlichen Untersuchung lässt sich einschätzen, welcher Trainingsumfang für das betroffene Pferd geeignet ist und welche Therapie infrage kommt.

Arthrose beim Pferd ernst nehmen

Schwellungen, steife Gelenke, Lahmheit oder eine auffällige Verbesserung nach dem Einlaufen sollten tierärztlich abgeklärt werden.

Auch wenn Arthrose nicht heilbar ist, können eine passende Behandlung und kontrollierte Bewegung dazu beitragen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

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Ankaufsuntersuchung beim Pferd: Ablauf, Kosten und Umfang

Ankaufsuntersuchung beim Pferd: Augen auf beim Pferdekauf

Die Ankaufsuntersuchung, kurz AKU, ist für viele Käufer ein wichtiger Bestandteil des Pferdekaufs. Dabei untersucht eine Tierärztin oder ein Tierarzt das zum Verkauf stehende Pferd und dokumentiert dessen Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Untersuchung.

Eine AKU kann nicht garantieren, dass das Pferd später niemals erkrankt. Sie kann jedoch Hinweise auf bereits bestehende und zum Untersuchungszeitpunkt erkennbare Erkrankungen oder Veränderungen geben.

Auch erfahrene Pferdehalter erkennen das tatsächliche Ausmaß eines gesundheitlichen Problems manchmal erst Monate nach dem Kauf. Die damit verbundene Enttäuschung und die möglichen Folgekosten können erheblich sein.

Es ist daher sinnvoll, ein Pferd vor dem Kauf auf bestehende Erkrankungen untersuchen zu lassen.

Was ist eine Ankaufsuntersuchung?

AKU steht für Ankaufsuntersuchung. Ihr Ziel ist es, den aktuellen Gesundheitszustand eines Pferdes vor dem Kauf zu beurteilen.

Die Untersuchung liefert eine Momentaufnahme. Sie gibt Auskunft über die Befunde, die zum Zeitpunkt der AKU festgestellt werden können.

Sie stellt jedoch keine Garantie für die zukünftige Gesundheit des Pferdes dar.

Was gehört zu einer Ankaufsuntersuchung?

Der Umfang der Ankaufsuntersuchung wird vom Auftraggeber festgelegt.

Grundsätzlich wird zwischen einer kleinen und einer großen AKU unterschieden.

Kleine Ankaufsuntersuchung

Bei der kleinen AKU erfolgt eine klinische Untersuchung des Pferdes.

Dabei beurteilt die Tierärztin oder der Tierarzt unter anderem:

  • das Herz-Kreislauf-System,
  • den Bewegungsapparat,
  • das Gebiss,
  • die Augen,
  • weitere klinisch relevante Bereiche.

Große Ankaufsuntersuchung

Bei der großen AKU wird die klinische Untersuchung durch zusätzliche diagnostische Maßnahmen ergänzt.

Dazu können gehören:

  • Röntgenuntersuchungen,
  • Ultraschalluntersuchungen,
  • Blutuntersuchungen,
  • in einzelnen Fällen eine Samenprobe bei Hengsten, die für die Zucht vorgesehen sind.

Welche Zusatzuntersuchungen sinnvoll sind, hängt vom jeweiligen Pferd, dem geplanten Einsatz und den Erwartungen des Käufers ab.

Welche Rolle spielen Röntgenaufnahmen bei der AKU?

Wird zusätzlich eine Röntgenuntersuchung vereinbart, werden standardmäßig 18 Aufnahmen der Beine angefertigt.

Diese können bestehende knöcherne Veränderungen sichtbar machen.

Das Röntgenpaket kann bei Bedarf um weitere Aufnahmen ergänzt werden, beispielsweise vom Rücken des Pferdes.

Welche Untersuchungen sollten durchgeführt werden?

Welche Untersuchungen im Rahmen einer AKU sinnvoll sind, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Als Käufer sollten Sie sich unter anderem fragen:

  • Würden Sie das Pferd auch bei bestimmten gesundheitlichen Befunden kaufen?
  • Wie würden Sie mit einer möglicherweise eingeschränkten Reitbarkeit umgehen?
  • Für welchen reiterlichen oder züchterischen Zweck soll das Pferd eingesetzt werden?
  • Wie umfangreich möchten Sie den aktuellen Gesundheitszustand beurteilen lassen?

Ein Gespräch mit der untersuchenden Tierärztin oder dem untersuchenden Tierarzt kann dabei helfen, den passenden Umfang festzulegen.

Häufig besteht auch die Möglichkeit, zunächst eine kleine AKU durchführen zu lassen. Zeigen sich dabei Auffälligkeiten, können anschließend weitere Untersuchungen ergänzt werden.

Eine allgemeine Empfehlung zum genauen Umfang ist ohne Kenntnis des Pferdes und seiner geplanten Nutzung nicht möglich. Eine klinische beziehungsweise kleine AKU ist beim Pferdekauf jedoch in jedem Fall empfehlenswert.

Was kostet eine Ankaufsuntersuchung beim Pferd?

Die Kosten einer AKU richten sich nach dem Umfang der Untersuchung.

Insbesondere bei einer großen Ankaufsuntersuchung hängt der Preis wesentlich davon ab, welche zusätzlichen Untersuchungen vereinbart werden.

Um unerwartete Kosten zu vermeiden, sollten Sie den geplanten Untersuchungsumfang vorab mit der behandelnden Tierärztin oder dem behandelnden Tierarzt besprechen.

Dabei kann auch ein ungefährer Kostenrahmen vereinbart oder erfragt werden.

Als grober Richtwert liegen die Kosten einer Ankaufsuntersuchung zwischen 450 und 1.000 Euro. Werden zusätzliche Untersuchungen gewünscht, können weitere Kosten entstehen, beispielsweise für Laboruntersuchungen.

Ist eine Ankaufsuntersuchung verpflichtend?

Eine AKU ist keine Voraussetzung für den Kauf eines Pferdes.

Die damit verbundenen Kosten können zunächst abschreckend wirken. Dennoch kann die Untersuchung dazu beitragen, unangenehme Überraschungen und unerwartete Folgekosten zu vermeiden.

Bereits bestehende Erkrankungen können nicht nur kostspielige Behandlungen erforderlich machen. Unter Umständen ist das Pferd auch für den geplanten reiterlichen Einsatz nur eingeschränkt oder gar nicht geeignet.

Mit einer Ankaufsuntersuchung erhalten Sie zusätzliche medizinische Informationen, die Sie in Ihre Kaufentscheidung einbeziehen können.

Was gilt, wenn bereits eine ältere AKU vorliegt?

Hat der Verkäufer bereits eine Ankaufsuntersuchung durchführen lassen, ist zunächst entscheidend, wann diese Untersuchung stattgefunden hat.

Jede AKU beurteilt den Gesundheitszustand ausschließlich zum Zeitpunkt der Untersuchung.

Eine unauffällige Untersuchung, die bereits ein Jahr zurückliegt, besitzt daher nur eine begrenzte Aussagekraft für den aktuellen Zustand des Pferdes.

Auch innerhalb weniger Wochen oder Monate können:

  • Erkrankungen auftreten,
  • Verletzungen entstehen,
  • Veränderungen am Skelett hinzukommen.

Zusätzlich sollte geprüft werden, in welchem Umfang die vorhandene AKU durchgeführt wurde und ob dieser Umfang den eigenen Anforderungen entspricht.

Viele Käufer möchten außerdem eine Tierärztin oder einen Tierarzt ihres Vertrauens mit der Untersuchung beauftragen, sofern dies aufgrund der Entfernung möglich ist.

Wer bezahlt die Ankaufsuntersuchung?

Grundsätzlich gilt: Wer die Ankaufsuntersuchung in Auftrag gibt, ist Vertragspartner der Tierärztin oder des Tierarztes und muss die Rechnung bezahlen.

Käufer und Verkäufer können jedoch zusätzliche Vereinbarungen treffen.

Möglich sind beispielsweise:

  • eine Aufteilung der Kosten,
  • eine Kostenübernahme abhängig vom Untersuchungsergebnis,
  • andere individuell vereinbarte Regelungen.

Eine solche Absprache sollte möglichst schriftlich festgehalten werden. Dadurch lassen sich spätere Missverständnisse oder Streitigkeiten vermeiden.

Was passiert nach der Ankaufsuntersuchung?

Ein unauffälliger Befund ist das Ergebnis, das sich Käufer und Verkäufer in der Regel wünschen. Werden jedoch Auffälligkeiten festgestellt, sollten diese ausführlich mit der untersuchenden Tierärztin oder dem untersuchenden Tierarzt besprochen werden.

Im Gespräch kann geklärt werden:

  • wie bedeutsam der jeweilige Befund ist,
  • mit welchen Einschränkungen möglicherweise zu rechnen ist,
  • ob das Pferd für den geplanten Einsatz geeignet erscheint,
  • ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.

Je nach Art und Ausmaß eines Befundes kann es auch sinnvoll sein, eine zweite tierärztliche Einschätzung einzuholen.

Ob Sie das Pferd anschließend kaufen, entscheiden Sie selbst. Die tierärztliche Beurteilung kann die medizinische Grundlage liefern. Die endgültige und auch emotionale Kaufentscheidung liegt jedoch bei Ihnen.

Vor dem Pferdekauf gut informiert entscheiden

Eine Ankaufsuntersuchung bietet keine Garantie für die zukünftige Gesundheit eines Pferdes. Sie kann jedoch helfen, bereits vorhandene und erkennbare gesundheitliche Veränderungen vor dem Kauf festzustellen.

Der passende Untersuchungsumfang sollte individuell auf das Pferd, seine geplante Nutzung und Ihre persönlichen Anforderungen abgestimmt werden.

Wir sind für Sie da.


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Equines Cushing-Syndrom beim Pferd: Symptome und Therapie

Equines Cushing-Syndrom beim Pferd: Symptome, Diagnose und Therapie

Das Equine Cushing-Syndrom, kurz ECS, ist eine hormonelle Erkrankung, die vor allem ältere Pferde betrifft. Häufig tritt sie bei Pferden ab einem Alter von etwa 15 Jahren auf.

Die Erkrankung kann zahlreiche Organfunktionen beeinflussen und den Stoffwechsel des Pferdes erheblich beeinträchtigen. Eine gute Beobachtung durch den Pferdehalter ist deshalb besonders wichtig.

Was ist das Equine Cushing-Syndrom?

Beim Equinen Cushing-Syndrom liegt eine Funktionsstörung der Hirnanhangdrüse, der sogenannten Hypophyse, vor.

Dadurch wird im Körper des Pferdes zu viel ACTH ausgeschüttet. Diese übermäßige Hormonausschüttung kann sich auf viele Organfunktionen auswirken und den Stoffwechsel des Pferdes stark belasten.

Welche Symptome können auf Cushing beim Pferd hindeuten?

Die Anzeichen des Equinen Cushing-Syndroms können einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen auftreten.

Zu den möglichen Symptomen gehören:

  • ein langsamer, verspäteter oder unvollständiger Fellwechsel,
  • ein struppiges oder stumpfes Haarkleid,
  • eine erhöhte Neigung zu Hufrehe,
  • eine schlechte Hufqualität,
  • ein geschwächtes Immunsystem,
  • eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten,
  • Atemwegsbeschwerden,
  • vermehrte Wasseraufnahme,
  • vermehrte Urinausscheidung,
  • Leistungsabfall,
  • deutliche Leistungsschwäche,
  • Muskelabbau beziehungsweise Muskelatrophie,
  • auffällige Fettablagerungen,
  • Gewichtsabnahme,
  • Wundheilungsstörungen,
  • allgemeine Hautveränderungen,
  • wiederkehrende Augenentzündungen.

Typische Fettablagerungen können unter anderem am Mähnenkamm, am Hals, im Bereich der Augen oder am Bauch auftreten, ohne dass das Pferd insgesamt übergewichtig sein muss.

Warum ist eine gute Beobachtung so wichtig?

Die Symptome können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und müssen nicht gleichzeitig auftreten.

Veränderungen beim Fellwechsel, der Muskulatur, der Leistungsfähigkeit oder beim Trink- und Urinverhalten sollten deshalb aufmerksam beobachtet werden.

Auch eine erhöhte Neigung zu Hufrehe, wiederkehrende Infektionen oder eine verzögerte Wundheilung können auf die Erkrankung hinweisen.

Wie wird das Equine Cushing-Syndrom diagnostiziert?

Zur Diagnostik wird der ACTH-Spiegel im Blut bestimmt.

Bei der Beurteilung des Wertes muss berücksichtigt werden, dass der ACTH-Spiegel jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt. Die Grenzwerte können im Herbst daher anders ausfallen als im Frühjahr.

Entscheidend sind die jeweiligen Referenzwerte des untersuchenden Labors.

Ist Cushing beim Pferd behandelbar?

Das Equine Cushing-Syndrom ist gut behandelbar, jedoch nicht heilbar.

Die fehlerhafte Hormonproduktion kann mit dem Wirkstoff Pergolid beeinflusst werden. Dieser drosselt die Hormonfreisetzung durch die Hypophyse.

Als Medikament wird Prascend eingesetzt. Ab dem Zeitpunkt der Diagnose muss es dauerhaft und lebenslang verabreicht werden.

Warum ist die richtige Dosierung so wichtig?

Die Dosierung muss genau auf das Pferd abgestimmt werden.

Nicht nur eine zu hohe, sondern auch eine zu geringe Hormonausschüttung kann Probleme verursachen. Deshalb sollte die Einstellung der Medikation vorsichtig erfolgen.

Nach der Einstellung des Medikaments ist eine erneute Blutkontrolle notwendig.

Anschließend sollte der ACTH-Wert zweimal jährlich kontrolliert werden.

Wie gut wird die Behandlung vertragen?

Die meisten Pferde vertragen die Behandlung mit Prascend sehr gut. Die Therapie kann ihre Lebensqualität deutlich verbessern.

Einige Pferde reagieren zu Beginn empfindlich auf das Medikament.

Mögliche Reaktionen sind:

  • Müdigkeit,
  • Inappetenz,
  • leichte Fressunlust.

In solchen Fällen kann es notwendig sein, die Behandlung vorsichtig einzuschleichen oder Prascend mit weiteren Mitteln zu kombinieren.

Gibt es ergänzende Behandlungsmöglichkeiten?

Als bewährte Ergänzung kann Mönchspfeffer eingesetzt werden.

Darüber hinaus sollten folgende Maßnahmen regelmäßig durchgeführt werden:

  • Entwurmung,
  • Hufpflege,
  • Zahnkontrollen.

Diese begleitenden Maßnahmen sind ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Betreuung betroffener Pferde.

Cushing beim Pferd frühzeitig erkennen

Das Equine Cushing-Syndrom kann sich durch viele unterschiedliche Veränderungen bemerkbar machen.

Auffälligkeiten beim Fellwechsel, in der Muskulatur, im Verhalten oder bei der Leistungsfähigkeit sollten deshalb ernst genommen und tierärztlich abgeklärt werden.

Wir sind für Sie da.


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Nabelbruch beim Fohlen: Symptome, OP und Prognose

Nabelbruch beim Fohlen: Symptome, Risiken und Operation

Ein Nabelbruch tritt vor allem bei jungen Pferden beziehungsweise Fohlen auf. Dabei verschließt sich die Öffnung im Bereich des Nabels nach der Geburt nicht vollständig.

Dadurch kann sich Bauchfell aus der Bauchhöhle nach außen vorwölben. In manchen Fällen können auch Darmanteile in den entstandenen Bruchsack gelangen. Deshalb sollte ein Nabelbruch frühzeitig tierärztlich beurteilt und in Absprache mit der behandelnden Tierärztin oder dem behandelnden Tierarzt zeitnah versorgt werden.

Wie entsteht ein Nabelbruch beim Fohlen?

Die Nabelpforte ist eine Öffnung in der Bauchhöhle. Während der Embryonalentwicklung ist das Fohlen über die Nabelschnur mit der Mutter verbunden und wird während der Trächtigkeit über diese Verbindung versorgt.

Nach der Geburt reißt die Nabelschnur ab. Anschließend bildet sich der Nabel zurück und die Nabelpforte verschließt sich.

Ist die Nabelpforte vergrößert oder treten beim Reißen der Nabelschnur Komplikationen auf, kann der vollständige Verschluss ausbleiben. In diesem Fall stülpt sich Bauchfell aus der Bauchhöhle nach außen und bildet einen sogenannten Bruchsack.

Ein Nabelbruch kann auch entstehen, wenn die Nabelpforte nicht vergrößert ist. Zudem kann eine Entzündung des Nabels zu dieser Komplikation führen.

Wie erkennen Sie einen Nabelbruch beim Fohlen?

Ein Nabelbruch zeigt sich meist durch eine mehr oder weniger große Vorwölbung im Bereich des Nabels.

Durch die nicht vollständig verschlossene Bruchpforte schiebt sich Bauchfell aus der Bauchhöhle. Dadurch entsteht ein Säckchen, das am unteren Bauch des Fohlens sichtbar sein kann.

Dieser sogenannte Bruchsack kann unterschiedlich groß ausgeprägt sein.

Mögliche Anzeichen sind:

  • eine sichtbare Beule im Bereich des Nabels,
  • ein nach außen vorgewölbter Bruchsack,
  • eine Veränderung an der Unterseite des Bauches.

In den Bruchsack können sich auch Anteile des Darms verlagern.

Warum kann ein Nabelbruch gefährlich werden?

Durch die Bruchpforte können Darmanteile, insbesondere Teile des Dünndarms, in den Bruchsack rutschen.

Schwillt der Darm an, kann er im Bruchsack stecken bleiben. Dadurch kann die Blutversorgung des betroffenen Darmabschnitts eingeschränkt werden.

Im weiteren Verlauf kann das betroffene Darmstück absterben. Dies kann mit starken Koliksymptomen verbunden sein.

Aus diesem Grund sollte ein Nabelbruch zeitnah tierärztlich untersucht und in Absprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt chirurgisch versorgt werden.

Wie läuft eine Nabelbruch-Operation ab?

Die Operation eines Nabelbruchs ist in der Regel ein Routineeingriff.

Das Fohlen wird dafür in Vollnarkose gelegt. Anschließend wird der Bruchsack umschnitten und die Bruchpforte verschlossen.

In der Regel kann das Fohlen bereits am folgenden Tag gemeinsam mit seiner Mutter die Praxis / Klinik verlassen.

Was ist nach der Operation zu beachten?

Nach der Nabelbruch-Operation sollte das Fohlen für etwa zwei Wochen in einer Box oder auf einem kleinen Paddock gehalten werden.

Diese eingeschränkte Haltung soll eine möglichst gute Heilung unterstützen.

Wie ist die Prognose nach einer Nabelbruch-Operation?

Die Prognose nach einer Nabelbruch-Operation ist in der Regel sehr gut.

Voraussetzung ist, dass der Nabelbruch rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt wird.

Nabelbruch beim Fohlen frühzeitig untersuchen lassen

Eine sichtbare Vorwölbung im Bereich des Nabels sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Da sich Darmanteile in den Bruchsack verlagern und dort eingeklemmt werden können, ist eine frühzeitige Beurteilung besonders wichtig.

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Fesselringbandsyndrom beim Pferd: OP und Prognose

Fesselringbandsyndrom beim Pferd: Operation und Prognose

Beim Fesselringbandsyndrom werden die oberflächliche und die tiefe Beugesehne durch das Fesselringband eingeengt. Diese Einschnürung verursacht Schmerzen und führt bei betroffenen Pferden häufig zu einer Lahmheit.

Je nach Ursache wird zwischen einem primären und einem sekundären Fesselringbandsyndrom unterschieden. Für die Behandlung und die spätere Prognose ist entscheidend, ob ausschließlich das Fesselringband verändert ist oder zusätzlich Verletzungen an den Sehnen vorliegen.

Bei einem ersten Verdacht sollte das Pferd unmittelbar tierärztlich untersucht werden.

Wie entsteht ein Fesselringbandsyndrom?

Das Fesselringband umschließt die Beugesehnen im Bereich der Fessel. Verdickt sich das Band selbst oder entstehen Veränderungen innerhalb der Fesselbeugesehnenscheide, kann es zu einer schmerzhaften Einengung der Sehnen kommen.

Dabei werden zwei Formen unterschieden.

Primäres Fesselringbandsyndrom

Beim primären Fesselringbandsyndrom verdickt sich das Fesselringband selbst. Die Beugesehnen bleiben dabei unverändert.

Eine solche Verdickung kann infolge eines Traumas oder einer übermäßigen Belastung entstehen.

Sekundäres Fesselringbandsyndrom

Beim sekundären Fesselringbandsyndrom liegt eine Verletzung der Beugesehnen vor, während das Fesselringband zunächst unauffällig ist.

Durch die daraus entstehende Entzündung innerhalb der Fesselbeugesehnenscheide verdickt sich das Fesselringband und schnürt die Beugesehnen zunehmend ein.

Welche Symptome können auftreten?

Betroffene Pferde können unterschiedliche Auffälligkeiten zeigen.

Durch die Verengung entstehen häufig Schwellungen und eine typische sanduhrförmige Einschnürung an der Rückseite des Beines. Diese ist oberhalb des Fesselkopfes zu erkennen.

Weitere mögliche Symptome sind:

  • Schmerzen im Bereich der Fessel,
  • eine deutliche Lahmheit,
  • Entlastung des betroffenen Beines,
  • unvollständiges Durchdrücken der Gliedmaße,
  • Aufsetzen des betroffenen Beines auf der Zehenspitze.

Die Entlastung kann sowohl in der Bewegung als auch im Stand auffallen.

Wie wird das Fesselringbandsyndrom diagnostiziert?

Bei einem Verdacht führt die Tierärztin oder der Tierarzt zunächst ein ausführliches Anamnesegespräch und eine klinische Untersuchung durch.

Anschließend kann mithilfe einer Ultraschalluntersuchung beurteilt werden, ob ein Fesselringbandsyndrom vorliegt und wie weit die Veränderungen fortgeschritten sind.

Ein gesundes Fesselringband sollte nicht dicker als drei Millimeter sein.

Mit dem Ultraschall lässt sich außerdem feststellen, ob ausschließlich das Fesselringband verdickt ist oder ob weitere Strukturen innerhalb der Fesselbeugesehnenscheide betroffen sind.

Dazu gehören:

  • die oberflächliche Beugesehne,
  • die tiefe Beugesehne,
  • die Manica flexoria.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Für die Behandlung stehen konservative und operative Verfahren zur Verfügung.

Welche Therapie infrage kommt, hängt von der Form, dem Stadium und dem Ausmaß der Erkrankung ab.

Wann ist eine konservative Behandlung möglich?

Eine konservative Therapie ist vor allem bei akuten Fällen zu empfehlen. Sie führt jedoch häufig zu einem erneuten Auftreten der Erkrankung.

Mögliche Maßnahmen sind:

  • entzündungshemmende Medikamente,
  • Hydrotherapie,
  • strikte Ruhe,
  • spezielle Beschläge.

In manchen Fällen lässt sich dadurch eine Verbesserung erreichen.

Die Behandlung sollte immer individuell abgestimmt werden, um eine Verschlechterung möglichst zu vermeiden.

Besteht das Fesselringbandsyndrom bereits über einen längeren Zeitraum, können gravierende Schäden an den Strukturen innerhalb der Fesselbeugesehnenscheide entstehen. Durch die anhaltende Einschnürung kann es zu folgenden Veränderungen kommen:

  • Zerreißen von Fasern,
  • Entzündungen,
  • Verklebungen.

Wann ist eine Operation notwendig?

Deutlich häufiger ist eine operative Behandlung erforderlich.

Dabei wird das Fesselringband durchtrennt, um die Beugesehnen von der Einschnürung zu befreien.

Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv im Rahmen einer Tendovaginoskopie. Dabei handelt es sich um ein endoskopisches Operationsverfahren.

Während der Operation können die einzelnen Sehnen direkt betrachtet werden. Vorhandene Sehnenschäden lassen sich dabei diagnostizieren und behandeln.

Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt und zählt zu den Routineoperationen. Wie bei jeder Operation besteht dabei ein übliches, jedoch geringes Narkoserisiko.

Wie ist die Prognose nach einer Fesselringband-Operation?

Die Prognose hängt vor allem von der Form und dem Schweregrad der Erkrankung ab.

Entscheidend ist, ob bereits Verletzungen an den Sehnen vorliegen.

Prognose beim primären Fesselringbandsyndrom

Beim primären Fesselringbandsyndrom ohne Sehnenverletzungen sind die Heilungschancen gut.

Nach der Beseitigung der Einschnürung können die betroffenen Beine meist vollständig ausheilen.

Nach einer entsprechenden Ruhephase kann das Pferd langsam wieder antrainiert werden.

Prognose beim sekundären Fesselringbandsyndrom

Beim sekundären Fesselringbandsyndrom bestehen häufig bereits deutliche Verletzungen an den Sehnen.

Diese zeigen eine vorsichtigere Heilungstendenz. Abhängig von der Schwere und dem Umfang der Verletzung ist mit einer deutlich längeren Heilungsphase zu rechnen.

Ob das Pferd nach der Heilung wieder als Sport- oder Freizeitpferd eingesetzt werden kann, muss im Einzelfall während der Operation beurteilt werden.

Warum ist eine frühzeitige Behandlung wichtig?

Ein Fesselringbandsyndrom sollte möglichst behandelt werden, bevor Verletzungen an den Sehnen entstehen.

Bereits vorhandene Sehnenschäden verschlechtern die Prognose deutlich.

Nach einer Operation lässt sich die Prognose genauer einschätzen, da das Ausmaß möglicher Verletzungen und Verklebungen während des Eingriffs direkt beurteilt werden kann.

Bei ersten Anzeichen frühzeitig handeln

Schwellungen, eine sanduhrförmige Einschnürung, Lahmheit oder eine auffällige Entlastung des Beines sollten zeitnah tierärztlich abgeklärt werden.

Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser lassen sich mögliche Schäden an den Sehnen begrenzen.

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Kissing Spines beim Pferd: Symptome, Diagnose und Therapie

Kissing Spines beim Pferd: Ursachen, Symptome und Therapien

Kissing Spines können beim Pferd zu schmerzhaften Veränderungen im Bereich der Brustwirbelsäule führen. Betroffen sind die Dornfortsätze einzelner Wirbel, die so eng beieinanderliegen, dass sie sich berühren oder sogar überlagern.

Da die Dornfortsätze aneinander reiben, können zusätzlich Entzündungen, Knochenzubildungen oder Zysten entstehen. Besonders häufig betroffen ist der Bereich der Wirbelsäule, der unter der Sattellage liegt.

Zeigt Ihr Pferd mögliche Anzeichen von Rückenschmerzen, sollte dies zeitnah tierärztlich abgeklärt werden.

Was sind Kissing Spines beim Pferd?

Der Begriff „Kissing Spines“ bezeichnet Veränderungen an den Dornfortsätzen der Brustwirbelsäule.

Die einzelnen Dornfortsätze liegen dabei so dicht beieinander, dass sie sich berühren oder überlagern. Durch das Aneinanderreiben können Schmerzen sowie weitere Veränderungen wie Entzündungen, Knochenzubildungen oder Zysten entstehen.

Besonders anfällig ist der Bereich der Wirbelsäule in der Sattellage.

Welche Symptome können auf Kissing Spines hindeuten?

Pferde mit Kissing Spines leiden zunächst unter Rückenschmerzen. Wie sich diese Schmerzen zeigen, kann von Pferd zu Pferd unterschiedlich sein.

Zu den häufigen Symptomen gehören:

  • Steifheit,
  • Wegdrücken des Rückens unter Belastung,
  • Arbeitsunwilligkeit,
  • Rittigkeitsprobleme,
  • eine inaktive Hinterhand,
  • Lahmheit,
  • Schmerzempfindlichkeit am Rücken.

Die Schmerzempfindlichkeit kann sich bereits bei alltäglichen Berührungen zeigen, beispielsweise beim Putzen oder Satteln.

Da Rückenschmerzen verschiedene Ursachen haben können, sollten diese Anzeichen immer tierärztlich untersucht werden.

Wie werden Kissing Spines diagnostiziert?

Besteht der Verdacht auf Rückenschmerzen, sollte das Pferd zeitnah einer Tierärztin oder einem Tierarzt vorgestellt werden.

Da unterschiedliche Erkrankungen oder Ursachen infrage kommen, sind mehrere Untersuchungsschritte notwendig.

Zur Diagnostik gehören:

  • eine ausführliche Anamnese,
  • eine gründliche klinische Untersuchung,
  • eine Lahmheitsuntersuchung,
  • die Beurteilung auf unterschiedlichen Untergründen,
  • Röntgenaufnahmen der Dornfortsätze.

Anhand der Röntgenbilder kann der Zustand der betroffenen Dornfortsätze beurteilt werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Für Pferde mit Kissing Spines kommen verschiedene Therapieformen infrage.

Dazu gehören:

  • ein konservatives und strukturiertes Muskelaufbautraining,
  • eine Injektionsbehandlung am Rücken,
  • in schweren Fällen eine Operation.

Welche Behandlung geeignet ist, hängt vom Ausmaß der Veränderungen und den Beschwerden des Pferdes ab.

Warum ist Muskelaufbau so wichtig?

Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist der Aufbau einer kräftigen Bauch- und Rückenmuskulatur.

Diese Muskulatur kann die belastete Wirbelsäule entlasten und in ihrer Funktion unterstützen.

Bevor mit einem gezielten Muskelaufbau begonnen werden kann, müssen zunächst die Schmerzen und die bestehende Entzündung gelindert werden.

Dazu können schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden. Sie können außerdem dazu beitragen, die Muskulatur zu lockern und dadurch ein gezieltes Training zu ermöglichen.

Der Muskelaufbau sollte langsam, strukturiert und nachhaltig erfolgen.

Welche Rolle spielen Reiter, Sattel und Hufbearbeitung?

Im Rahmen der Behandlung kann es notwendig sein, auch den Sitz des Reiters zu überprüfen.

Ein fehlerhafter Sitz kann den Rücken des Pferdes zusätzlich belasten.

Auch die Zusammenarbeit mit einem guten Sattler und Schmied ist wichtig. Diese Bereiche sollten bei der Behandlung berücksichtigt werden, damit der Rücken des Pferdes möglichst passend unterstützt wird.

Wie funktioniert die Injektionstherapie?

Bei der Injektionstherapie wird der Rücken lokal im Bereich der betroffenen Engstände behandelt.

Dazu werden beim stehenden Pferd Nadeln zwischen den betroffenen Dornfortsätzen platziert. Anschließend wird meist ein Cortison-Präparat injiziert.

Auch die Zusammenarbeit mit einer Chiropraktikerin oder einem Chiropraktiker kann Pferde mit Rückenproblemen unterstützen.

Häufig ist jedoch zunächst eine Rückenbehandlung mit Injektionen notwendig, um eine anschließende manuelle Therapie zu erleichtern.

Wann kommt eine Operation infrage?

Eine Operation kann bei schweren Beschwerden als letzte Behandlungsmöglichkeit infrage kommen.

Dabei werden beim stehenden und sedierten Pferd einzelne störende Dornfortsätze mit einer Knochensäge gekürzt.

Dadurch soll verhindert werden, dass die betroffenen Dornfortsätze weiterhin aneinander reiben.

Kann ein Pferd mit Kissing Spines noch geritten werden?

Viele Pferde mit Kissing Spines können nach einer erfolgreichen Behandlung wieder geritten werden.

Auch ein Einsatz im Sport kann möglich sein.

Voraussetzung ist ein langsamer und nachhaltiger Muskelaufbau. Nur so kann die Wirbelsäule entlastet und einer weiteren Verschlechterung der Erkrankung entgegengewirkt werden.

Werden im Rahmen der Behandlung Medikamente eingesetzt, sollte bei einem geplanten sportlichen Einsatz die mögliche Dopingrelevanz mit der behandelnden Tierärztin oder dem behandelnden Tierarzt besprochen werden.

Auch nach einem chirurgischen Eingriff können Pferde nach einer entsprechenden Rehabilitationszeit in der Regel wieder als Reitpferde genutzt werden.

Rückenschmerzen frühzeitig abklären lassen

Kissing Spines können sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Steifheit, Rittigkeitsprobleme, Arbeitsunwilligkeit oder eine empfindliche Reaktion beim Putzen und Satteln sollten deshalb ernst genommen werden.

Eine frühzeitige Untersuchung hilft dabei, die Ursache der Beschwerden zu erkennen und eine passende Behandlung einzuleiten.

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Zahnbehandlung beim Pferd: Vorsorge, Ablauf und Nachsorge

Zahnbehandlung beim Pferd: wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge

Regelmäßige Zahnkontrollen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge beim Pferd. Sie helfen dabei, Veränderungen oder Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und einer möglichen Verschlechterung durch eine passende Behandlung entgegenzuwirken.

Wie häufig eine Kontrolle sinnvoll ist, hängt vom Alter und vom Zustand der Zähne ab.

Wie wichtig ist eine Zahnbehandlung für mein Pferd?

Wie beim Menschen sollten auch beim Pferd regelmäßige Routinekontrollen der Zähne durchgeführt werden.

Die empfohlenen Abstände zwischen den einzelnen Kontrollterminen können unterschiedlich sein:

  • Bei jungen Pferden im Zahnwechsel ist eine halbjährliche Kontrolle sinnvoll.
  • Auch Pferde mit bekannten Zahnproblemen sollten etwa alle sechs Monate untersucht werden.
  • Für gesunde Pferde ab einem Alter von fünf Jahren empfiehlt sich eine jährliche Zahnbehandlung.

Zeigt Ihr Pferd Anzeichen für mögliche Zahnprobleme, sollte unabhängig vom nächsten Routinetermin eine Tierärztin oder ein Tierarzt informiert werden.

Gesundheit beginnt beim Gebiss.

Woran lassen sich Zahnprobleme beim Pferd erkennen?

Zahnprobleme sind bei Pferden häufig nicht leicht zu erkennen. Teilweise werden sie erst in einem fortgeschrittenen Stadium deutlich.

Folgende Anzeichen können auf Erkrankungen der Zähne hinweisen:

  • ein verschlechterter Allgemeinzustand,
  • Gewichtsabnahme,
  • unangenehmer Geruch aus dem Maul,
  • Wickelkauen,
  • Rittigkeitsprobleme,
  • Anlehnungsprobleme,
  • Headshaking.

Beim Wickelkauen fällt das Futter zu kleinen Röllchen geformt wieder aus dem Maul.

Treten solche Veränderungen auf, sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.

Wie bereiten Sie Ihr Pferd auf die Zahnbehandlung vor?

Am Tag der Behandlung darf Ihr Pferd wie gewohnt Wasser und Futter aufnehmen.

Direkt nach der Behandlung sollte aufgrund der Sedierung zunächst kein Futter angeboten werden. Fragen zum genauen Ablauf beantwortet Ihnen die behandelnde Tierärztin oder der behandelnde Tierarzt.

Was ist bei einer Behandlung am Stall vorzubereiten?

Findet die Zahnbehandlung am Stall statt, ist es hilfreich, den Behandlungsplatz bereits vor dem Eintreffen der Tierärztin oder des Tierarztes vorzubereiten.

Der Platz sollte:

  • über einen Stromanschluss verfügen,
  • einen Wasseranschluss bieten,
  • rutschfest sein,
  • die Möglichkeit bieten, oberhalb des Pferdes ein Seil zur Aufhängung des Pferdekopfes anzubringen.

Dafür können beispielsweise eine Stalldecke oder ein Türsturz genutzt werden.

Muss mein Pferd für die Zahnbehandlung sediert werden?

Eine gründliche Zahnbehandlung setzt eine umfassende Untersuchung der Maulhöhle voraus. Diese geht deutlich über das reine Abtasten der Zähne hinaus.

Für die genaue Betrachtung der einzelnen Strukturen wird ein Maulgatter verwendet. Es hält das Maul weit geöffnet und ermöglicht die Untersuchung der Zähne bis in die hinteren Bereiche.

Dafür muss das Pferd ruhig stehen. Ohne Sedierung ist eine gründliche Untersuchung kaum möglich und kann für das Pferd erheblichen Stress bedeuten.

Um die Verletzungsgefahr für alle Beteiligten möglichst gering zu halten und eine sorgfältige Behandlung durchführen zu können, ist eine Sedierung daher zu empfehlen.

Die Sedierung wird an das Gewicht und die Konstitution des Pferdes angepasst und ist erfahrungsgemäß gut verträglich.

Wie läuft eine Zahnsanierung beim Pferd ab?

Jede Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Vorbesprechung. Dabei werden bestehende Probleme und der Anlass der Behandlung besprochen.

Anschließend erfolgt eine Voruntersuchung. Dabei wird festgestellt, ob und in welchem Umfang eine Zahnsanierung notwendig ist.

Ist eine Bearbeitung der Zähne erforderlich, wird das Pferd sediert.

Vor der Sedierung erfolgt eine kurze, aber gründliche Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems. Das Herz wird abgehört und der Allgemeinzustand des Pferdes beurteilt.

Erst danach erhält das Pferd die individuell abgestimmte Dosis der Sedierung.

Was wird bei der Zahnbehandlung gemacht?

Mithilfe eines Maulgatters wird das Maul des Pferdes geöffnet. Anschließend wird der genaue Zustand der Zähne nochmals optisch beurteilt.

Bei der Behandlung wird jeder Zahn sorgfältig untersucht.

Mögliche scharfe Kanten, Zacken oder Vorsprünge werden glatt geschliffen.

Falls weitere Veränderungen vorliegen, wird das weitere Vorgehen besprochen. Dazu können gehören:

  • Karies,
  • Parodontose,
  • Zahnstein.

Zerbrochene, entzündete oder abgestorbene Zähne werden meist bei einem gesonderten Termin zunächst schonend gelockert und anschließend chirurgisch entfernt.

Sogenannte Wolfszähne können in vielen Fällen unkompliziert direkt am Stall entfernt werden.

Was ist nach der Zahnbehandlung zu beachten?

Nach einer Behandlung unter Sedierung sollte das Pferd zunächst ausreichend Ruhe bekommen, damit es vollständig aufwachen kann.

In dieser Zeit sollte es von anderen Pferden getrennt werden. So lassen sich Auseinandersetzungen vermeiden, solange das Pferd noch unter dem Einfluss der Sedierung steht.

Wenn das Pferd gut beobachtet wird und vollständig wach ist, kann meist nach etwa zwei Stunden wieder Futter angeboten werden.

Während der Aufwachphase darf das Pferd kein Futter erhalten. Im Halbschlaf könnte es zwar fressen, aber nicht ausreichend kauen.

Dadurch kann das Risiko für folgende Probleme entstehen:

  • Schlundverstopfung,
  • Kolik.

Auch starke Belastungen sollten am Tag der Zahnbehandlung vermieden werden.

Nach umfangreicheren Eingriffen kann eine besondere Nachsorge notwendig sein. Das genaue Vorgehen wird im jeweiligen Fall ausführlich besprochen.

Was kostet eine Zahnbehandlung beim Pferd?

Die Kosten einer Zahnsanierung richten sich grundsätzlich nach der Gebührenordnung für Tierärzte.

Ein Pauschalpreis kann nicht genannt werden, da sich der Aufwand von Fall zu Fall unterscheidet.

Einfluss auf die Kosten können unter anderem haben:

  • der Umfang der Behandlung,
  • die benötigte Menge an Medikamenten,
  • mögliche Komplikationen,
  • zusätzliche notwendige Maßnahmen.

Offene Fragen zum geplanten Behandlungsumfang oder zum verfügbaren Budget können vor dem Termin besprochen werden.

Regelmäßige Zahnkontrollen ernst nehmen

Regelmäßige Zahnkontrollen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und mögliche Beschwerden rechtzeitig zu behandeln.

Zeigt Ihr Pferd Auffälligkeiten wie Gewichtsverlust, Wickelkauen, unangenehmen Maulgeruch oder Probleme beim Reiten, sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.

Wir sind für Sie da.